Zitate
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Einige dieser Zitate könnten starke Gefühle auslösen.
Ich will mit dem Wichtigsten anfangen, was ich zu sagen habe: Das Wesen der Arbeit mit einem anderen Menschen ist, als lebendiges Wesen da zu sein. Und das ist ein Glück, denn wenn wir klug sein müssten, oder gut, oder reif, oder weise – dann hätten wir wahrscheinlich ein Problem. Aber darauf kommt es nicht an. Worauf es ankommt, ist, ein Mensch mit einem anderen Menschen zu sein. Das andere Wesen da drinnen zu erkennen. Selbst wenn es eine Katze ist oder ein Vogel – wenn du versuchst, einem verletzten Vogel zu helfen, dann musst du zuerst wissen, dass da jemand drinnen ist, und dass du warten musst, bis diese „Person“, dieses Wesen da drinnen, mit dir in Kontakt kommt. Das scheint mir das Wichtigste zu sein.
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31. Dezember 2025 |
Eugene Gendlin
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helfen
Wenn wir beabsichtigen, einen Menschen zu einer bestimmten Stelle hin zu führen, müssen wir uns zunächst bemühen, ihn dort anzutreffen, wo er sich befindet und dort anzufangen. Jeder, der dies nicht kann, unterliegt einer Selbsttäuschung, wenn er meint, anderen helfen zu können. Wenn ich wirklich einem anderen helfen will, muss ich mehr verstehen als er, aber zuerst muss ich begreifen, was er verstanden hat. Falls mir dies nicht gelingt, wird mein Mehr-Verständnis für ihn keine Hilfe sein. Würde ich trotzdem mein Mehr-Verständnis durchsetzen, dürfte dies wohl in meiner Eitelkeit begründet sein. Ich möchte meine Unterstützung durch seine Bewunderung ersetzen. Aber jede wahre Kunst der Hilfe muss mit einer Erniedrigung anfangen.
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31. Dezember 2025 |
Sören Kierkegaard
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helfen
Sind wir als Baby mit dem “unerwünschten Geschlecht” zur Welt gekommen, so fühlen wir uns nicht gut, weil wir kein Urvertrauen entwickeln konnten. Unser Selbstbild und unser Selbstbewusstsein, das Gefühl, zu etwas berechtigt zu sein oder nicht sind davon betroffen. Daraus erwächst eine generelle Unzufriedenheit mit unserer eigenen Lebensqualität. Diese Themen gehören zu den wichtigsten Erfahrungsbereichen unseres Lebens. Wenn wir das unerwünschte Geschlecht haben, ist es möglich, dass wir unser Leben mit dem unterschwelligen Gefühl leben, dass etwas an uns für immer verkehrt ist. Ein Leben voller Unzulänglichkeit, Scham und Unsicherheit kann die Folge sein. Auch aus diesem Grund können Babys schreien.
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5. Dezember 2025 |
Karlton Terry
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prenatal
Healing from earliest trauma as an adult is a journey of exploration, discovery, and deep process because it is a foray into implicit somatic memories, often with little cognitive story. Each step is a felt-sense experience; our memories lie in our bodies, and are formed before language comes online. Memories may also emerge from our early childhood, family dynamics, adolescence, and adulthood. We can traverse the earliest territory relatively easily if we have a map and a facilitator. Even still, it may be hard work for a traveler in those lands, as each layer may have a feeling of survival based on the conditions of the time. I hope this paper will help the enthusiastic traveler in healing begin finding their way thoughtfully and expediently. […]
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6. November 2025 |
Kate White
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perinatal , trauma
Die ungarischen Psychoanalytiker György Hidas und Jenö Raffai haben mit ihrer Methode der Bindungsanalyse eine primäre Ebene menschlicher Bezogenheit erschlossen. Am Anfang stand die Entdeckung der Dimension der vorgeburtlichen Beziehung in der Lehranalyse von Jenö Raffai bei György Hidas, die über viele Jahre lief. In dieser Zeit arbeitete Raffai als Psychologe an einer psychiatrischen Klinik mit psychotischen Jugendlichen und entdeckte in seiner therapeutischen Arbeit deren elementaren Wunsch nach einer Rückkehr in den Mutterleib, der sich in der therapeutischen Beziehung als Wunsch einer Aufnahme in den Leib des Therapeuten manifestierte, um durch eine neue Geburt die erste nur mangelhafte und unvollständige Geburt zu vervollständigen.
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20. Oktober 2025 |
Jenö Raffai , Ludwig Janus
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kinderschutz
From the very beginning of life — even in the womb — safe, stable, attuned, connected relationships that are nurturing are critical. There are studies that are very clear that when moms are experiencing a lot of stress or there’s stress in the environment during pregnancy, it starts to impact the nervous system and the development of the child. Certainly, in the very beginning of life, that need for attunement to even map our tenth cranial nerve, which regulates so much of the body’s nervous system, starts to be impacted.
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6. Oktober 2025 |
Christina Bethell
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soziales , trauma
Because European colonialists saw no jails, police, lawyers, judges, or courts in African indigenous societies, they mistakenly concluded these cultures had no way to address social conflict and wrongdoing. […]
In Western culture, we are socialized to believe that the desire to inflict counterviolence upon or retaliate against someone who has hurt us or a loved one is innate and that justice has always been done and will always be done in this way. In fact, far from universal or natural, this adversarial vision of justice is a relatively recent cultural and historical construction, arising around AD 1200 with the dawning of the nation-state and racial capitalism.
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25. September 2025 |
Fania Davis
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justice
Triggerwarnungen tauchten erstmals Anfang der 2000er Jahre auf feministischen Websites auf, um die Leserinnen vor heiklen Themen wie sexuellen Ubergriffen, Kindesmissbrauch und Selbstmord zu warnen. Das veranlasste Studierende in amerikanischen Eliteinstitutionen, solche Warnungen auch für den Unterricht zu fordern. Das Oberlin College war das erste amerikanische College, das 2014 Richtlinien für Triggerwarnungen als Teil seines Leitfadens für den Umgang mit sexuellen Übergriffen erstellte. Den Lehrkräften wurde geraten, »Trigger zu erkennen, unnötige Trigger zu vermeiden und Triggerwarnungen zu geben«. Oberlin gab die Richtlinie allerdings bald wieder auf, da die Liste potenzieller Trigger endlos zu werden drohte (Gersen, 2021; Übersetzung M-S.L.). Seit 2020 finden sich auch in Deutschland vermehrt Triggerwarnungen im Kunst- und Medienbereich: »Dieser Text enthält explizite Darstellungen psychischer und physischer Gewalt. Die Inhalte können auf Leser:innen belastend oder retraumatisierend wirken.«
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31. August 2025 |
Maria-Sibylla Lotter
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politik , trigger
Ein zentrales Thema für viele traumatisierte Menschen ist die fehlende Objektkonstanz. Unter „Objektkonstanz" versteht man die Fähigkeit, eine innere Verbindung zu wichtigen Menschen aufrechtzuerhalten auch dann, wenn diese gerade nicht anwesend sind.
In einer sicheren Bindung während Kindheit entwickelt sich die Gewissheit: „Mama oder Papa sind noch da, auch wenn sie gerade nicht sichtbar sind. Sie lieben mich auch dann, wenn sie nicht direkt bei mir sind." Die Bindung kann also aufrecht erhalten werden, auch wenn die Eltern vorübergehend abwesend sind. Das Kind ist in der Lage, alleine zu sein, ohne sich einsam zu fühlen und Angst zu bekommen.
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21. August 2025 |
Jeannine Lewicki
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trauma
“Violence is often described as a social issue, a moral failing, or an innate human instinct. But in fact, argues Dr. Gary Slutkin, violence is a contagion that infects a society like a disease.
This isn’t a metaphor. In THE END OF VIOLENCE, Dr. Slutkin draws on the expertise gleaned from 40+ years on the frontlines fighting deadly epidemics to reveal that violence operates according to the same predictable logic as every other contagious disease, initially infecting a small number of carriers then spreading from host to host. When a shooting occurs in a neighborhood, it’s not just a tragic event — it’s patient zero in an outbreak.”
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10. August 2025 |
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trauma , virus